Bereichs-Foto
S.S. Sir Robert Baden Powell Diving & Sailing Cruises

Gourmetwoche Sardinien / Korsika, 03. – 09. August 2007

28.03.2007 - Freunde des guten Essens,

Italien weist in Geographie und Klima große Unterschiede auf, was sehr verschiedene Formen von Landwirtschaft begünstigt.
Daher gibt es vorzügliche Kuhmilchkäse aus dem Norden, aber ihnen qualitativ in nichts nachstehenden Schafskäse im Süden. Verstanden es Nordsarden Risotto und Pollenta in köstliche Gerichte zu verwandeln, ergingen sich ihre südlichen Landsleute in ungezählten Variationen leckerster Pasta.

Allen Italienern ist eine gewisse "ars vivendi " (Lebenskunst) gemeinsam. Auf gutes Essen wird heute – trotz moderner städtischer Lebens- und entsprechender Berufstätigkeit – noch genau so viel Wert gelegt wie früher.
Die lebendige und aktuelle Vielfalt der Zubereitungen basiert auf der Achtung für das Grundprodukt und einem Gespür für Frische und Qualität der Zutaten. Entsprechend reichhaltig und hochwertig ist das Angebot. Unverfälschtheit und geniale Einfachheit sind die Hauptcharakteristika italienischer Kulinarik
sowie ein gesunder Sinn für sparsamen Umgang damit.

Umfangreiche Speisenfolgen mit zusätzlichen Antipasti und derlei sind indes dem Sonntag oder besonderen Ereignissen (wie Schiffsreisen) vorbehalten.
Antipasti aus einfachen (keineswegs immer günstigen) Zutaten bestehen aus Oliven, eingelegten, rohen, marinierten, gedünsteten und frittierten Gemüsen, gerösteten Brotscheiben, Salaten, Würsten oder Schinken in dünnen Scheiben mit oder ohne Melone oder Feigen dazu.
Zugleich kommt es auf die spielerische Zusammenstellung an. Antipasti verfehlten ihren Sinn, wenn sie einzeln aufträten. Ihre Komposition will Auge und Gaumen gleichermaßen ansprechen und verlocken. Je üppiger jedoch nachfolgende Gänge sind, umso leichter müssen Antipasti sein. Und sollten primo und secondo piatto – Pasta oder Risotto sowie Hauptgericht - nicht sehr abwechslungsreich ausfallen, versöhnen vielfältige Antipasti schon im Voraus.

Aber was wäre ein italienisches Essen ohne il primo, den ersten Gang?
Und was wäre der ohne Pasta? Jeder Italiener verspeist durchschnittlich einen halben Zentner pasta secca, getrockneter (gekaufter) Teigwaren pro Jahr, die frisch zubereiteten nicht mitgerechnet. Welche Sauce zu welcher Pasta?
Das Thema ist wie ein Fass ohne Boden, dennoch kann ich sagen, dass wir auf Spaghetti „Aglio e olio“ oder „ Linguine botarga“ (Sardischer Kaviar) nicht verzichten können.
Mich über Hauptgänge einzulassen wäre ein mehr als abendfüllendes Programm. Daher erspare ich mir das, da ich mich gerne von regionalen und saisonalen Angeboten leiten lasse. Mit Sicherheit kann ich sagen, dass Sardinien über eine hervorragende Produktpalette verfügt, wie z.B. Spanferkel, Wachteln und Schnecken, aber auch das Käseangebot lässt keine Wünsche offen. So ist für mich der Pecorino „ fiore Sardo“ der beste Italiens.
Was soll ich sagen? Da ich mich bereits als Essensfanatiker geoutet habe, freuen wir uns darauf, diese kleine kulinarische Reise durch Sardinien mit Euch zu zelebrieren.

Natürlich stehe ich an Bord Interessierten auch Rede und Antwort, wiewohl natürlich auch die berühmten Blicke in die Töpfe und auf die Hände willkommen sind.

Wir sehen uns in Olbia,

bis dann!


Peter

 

< Zurück zur News-Übersicht